DAAD-Go-East-Sommerschule Mykolajiw: Jüdische Geschichte(n) in der Süd-Ukraine

  • Die Nationale Petro-Mohyla-Schwarzmeeruniversität Mykolajiw

    lädt vom 03.09.-16.09.2017 herzlich ein!

     

     

    Worum geht es?

     

    Die Sommerschule widmet sich der wechselvollen Geschichte einer der zahlenmäßig größten Bevölkerungsgruppen im Süden des Russischen Reiches. Am Beispiel der Stadt Mykolajiw werden exemplarisch ihre Existenzbedingungen im Ansiedlungsrayon betrachtet sowie Einblicke in politische, soziale und religiöse Strömungen vermittelt.

     

    Dabei wird die jüdische Bevölkerung jenseits von Vernichtungskrieg und Holocaust in den Blick genommen und gilt das Augenmerk den rund 140 Jahren zwischen der Gründung von Städten wie Mykolajiw und Odessa und dem Ende des Russischen Bürgerkriegs.

     

    Warum ist das interessant?

     

    Seit Beginn der russischen Expansion am Schwarzen Meer Ende des 18. Jahrhunderts trugen jüdische Bürger in kultureller, wirtschaftlicher und nicht zuletzt auch politischer Hinsicht  maßgeblich zum Aufstieg der dort gegründeten Städte bei.

     

    Durch den Holocaust sowie die Auswanderung nach Israel, die USA und Deutschland seit den 1980er Jahren schrumpfte der Anteil der jüdischen Bürger an der Gesamtbevölkerung zwar dramatisch, trotzdem aber verfügt die südliche Ukraine über ein Netz an jüdischen Bildungs- und Kultureinrichtungen, die im Rahmen der Sommerschule besucht werden, um auf diese Weise eine Brücke zwischen der Vergangenheit und Gegenwart der jüdischen Bevölkerung der Region zu schlagen.

     

    Und was ist besonders?

     

    Da im September bereits der Lehrbetrieb läuft, werden auch Mykolajiwer Studierende an allen Veranstaltungen der Sommerschule teilnehmen. Lernen und diskutieren Sie also bei uns gemeinsam mit jungen Ukrainern!

     

    Und was ist mit Odessa??! 

     

    Auch Odessa werden wir besuchen, was wäre jüdische Geschichte in der Region denn ohne Odessa?